Nächste Festung ist gefallen – dank Zauberkombi in der Nachspielzeit    

Die Vorzeichen vor dem Spiel gegen einen der Titelfavoriten standen nicht gerade günstig – viele - auch noch am Spieltag - krank bzw. verletzt gemeldete Spieler sowie aus anderem Grund verhinderte Kids machten einige Umstellungen notwendig. Die Spielkontrolle aber übernahm von Beginn an unser Team.
Erste Ausbeute war ein Lattenschuss von Patrick Burg in der 7. Minute. Einmal wurden auch die Heimischen torgefährlich, aber unser Torhüter Niklas Rapf konnte einen scharfen Schuss auf das kurze Eck souverän abwehren. Vor 50 Zusehern – davon sicher die Hälfte aus unserem Lager - verlagerte sich das Spielgeschehen aber immer mehr in die gegnerische Hälfte und aus dem Spiel konnte uns der Gegner nicht wirklich überraschen. Aber wie so oft, stellte eine Standardsituation den Spielverlauf auf den Kopf. In der 15. Minute bringen wir nach einem Eckball das Spielgerät nicht aus dem Gefahrenbereich und die Marchfelder den Ball nach einem „Gestocher“ aus kurzer Distanz im Tor unter. Aber die Moral ist derzeit eine unserer größten Stärken. Nur sieben Minuten später eroberte Fabian Fuchs mit letztem Einsatz den Ball in der gegnerischen Spielhälfte und leitete ihn zu Niklas Kreitmeier weiter. Dessen sofortiger Lochpass auf Patrick Burg verwertete dieser gekonnt zum 1:1. Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte konnten wir durch konsequentes Pressing und vermehrten Ballbesitz das Spielgeschehen weitestgehend kontrollieren und auch noch zwei tolle Einschussmöglichkeiten herausspielen.

Zur Pause blieb es aber beim Remis. In der zweiten Hälfte fanden die Heimischen besser in das Spiel und wir waren vor allem in der Defensive gefordert. Nennenswerte Torchancen ließen wir aber nicht zu, die Marchfelder waren nur bei Eckbällen und Freistößen wirklich in Strafraumnähe. Aber auch wir mussten unserem hohen Tempo und wieder einiger auftretender Verletzungen Tribut zollen und kamen nur noch selten zu Angriffen. Allerdings wenn wir durchkamen, war es stets brandgefährlich. Zweimal gab es Elfmeteralarm – einmal durch den durchbrechenden Patrick Burg, der vom Tormann „behandelt“ wurde  und einmal durch einen Kontakt an Lucas Hlavac. Beide Male blieb der Pfiff aber vom sehr guten Spielleiter aus, der dann später eine 5-minütige Nachspielzeit anzeigte. Angetrieben von den Fans und den Trainerteam mobilisierte unsere Mannschaft noch einmal alle Kräfte. Patrick Burg , knapp zuvor von einer kurzen Verschnaufpause wieder eingewechselt,  bekam den Ball im Mittelfeld und beruhigte das Spiel. Sein Zuspiel  auf die linke Seite nahm Niklas Kreitmeier ideal mit und lief am Weg in den Strafraum seinem Gegenspieler davon. Sein gutes Zuspiel auf Fabian Fuchs verlängerte dieser aufgrund der vor ihn postierten Verteidiger, welche das Tor damit für ihn zustellten auf den von hinten anstürmenden Lucas Hlavac, der den Ball dann souverän zum Siegtreffer einnetzte (82.).

Eine Zauberkombination über mehrere Stationen krönte eine tolle spielerische und kämpferische Leistung.

Neben der bereits hier erwähnten Offensivspieler, müssen aber auch die „Defensivgötter“ vor den Vorhang: „Ladies first“ Lisa Vogelmüller, Sophie Rapf, Felix Schmölz, Alexander Brunnhuber, Julian Hirschvogel und Oliver Butsch. Hier wurden enorme Laufwege zurückgelegt, exzellentes Stellungsspiel betrieben und Zweikampfstärke demonstriert. Denn dass Leopoldsdorf nicht eine einzige 100%ige Torchance aus dem Spiel kreieren konnte, sagt eigentlich alles. Auch die Ersatzspieler haben sich nahtlos in das Spielgefüge eingegliedert und auch Marvin und Justin Amesmann, Raphael Unger, Alexander Antonic und Tobias Altmann hatten maßgeblichen Anteil an diesem wunderbaren Erfolg. Für viele Beobachter – auch den Schreiber dieser Zeilen – das bisher beste Spiel dieses Jahrganges.

Nach Poysdorf fiel somit auch mit Leopoldsdorf die nächste Festung und die „Osterkrone“ bleibt in unserer Region. Dies zumindest bis zum Ostermontag  um 18.00 Uhr -  dann erwartet uns in Auersthal der zweite Titelfavorit und die „letzte Festung“.

Bericht: Mag. Alexander Butsch

 

      

       

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