Lebensschule Fussball

U14-Meister UPO 6 Spiele – 6 Siege und ein Torverhältnis von 57:5 Toren.
Wenn man nüchtern nur diese Zahlen liest, könnte der Eindruck entstehen, ach ja wieder eine tolle Saison der U14 Mannschaft im UPO (immerhin der 3. Meistertitel). Aber es war mehr als eine normale Fußballsaison für unsere jungen Kicker. Alles begann mit einem Anruf von Christian Stöckl (Trainer U14-Wolkersdorf), dass er seine Meisterschaftsnennung zurückziehen muss, weil ein paar Spieler nach Nennschluss „abgesprungen“ sind. Dies knapp zwei Wochen vor dem Meisterschaftsstart.  Nachdem wir schon im Vorfeld gemeinsam  darüber diskutiert hatten, außerhalb des Meisterschaftsbetriebes eine gemeinsame Auswahl mal ins Rennen zu schicken, befanden wir uns sofort in intensiven Gesprächen, in welcher Form eine Kooperation zum Wohle aller SpielerInnen möglich sei.  Zwei Mannschaften zu nennen, dafür hatten auch wir schlussendlich zu wenig SpielerInnen und so entschieden wir uns sehr rasch eine gemeinsame Mannschaft in der Meisterschaft zu stellen. Dies war sozusagen eine Fusion mit dem großen „Erzrivalen“ aus Kinderfussballzeiten. Wie wird die Integration verlaufen? Wie wird der Umgang mit 28 KaderspielerInnen?  Verlieren wir dadurch einige SpielerInnen? Können wir daraus ein Team formen?  Wie organisieren wir die Trainings? Dies waren nur einige der vielen ungelösten Fragen?

Trotzdem starten wir diese „Firmenfusion“ und die Jugendlichen konnte viele Erfahrungen aufnehmen, die einige von uns aus dem Berufsleben bestens kennen: neue KollegInnen, neue Führungskräfte, neue Arbeitsaufteilungen, neue Arbeitsstile, verstärkte Konkurrenz, neue Leistungsorientierung, neue Ziele, usw. Eines vorne weg – ein Riesenkompliment an die gesamte Mannschaft, die bereits nach einem Testspiel und einem Training die „Zusammenlegung“ gelebt haben. Waren beim ersten Testspiel noch auf der einen Kabinenseite die Wolkersdorfer und auf der anderen die „NSG“ler , so hat sich es beim Training schon komplett „durchmischt“.  Die Mädels und die Jungs hatten die Fusion also schon vollzogen, als sich noch so manche Erwachsene über die Sinnhaftigkeit und den Erfolg unterhielten.               

Nachdem sich die Meisterschaft durch Wolkersdorf-Rückzug auf drei Mannschaften reduzierte (somit nur 6 Spiele) und wir allen Kadermitgliedern viel Spielzeit ermöglichen wollten, haben wir auch noch sieben Testspiele absolviert. Teilweise gegen starke Mannschaften aus Wien wie den FAC oder Stadlau. Positiver Effekt dieser Matches war die Erkenntnis, dass die Messlatte für die weitere Entwicklung nicht unsere diesjährigen Meisterschaftsspiele sein können. Denn hohe Niederlagen, welche wir unseren Meisterschaftsgegner reihenweise zugefügt haben, konnten am „eigenen Leib“ auch verspürt werden.

In Summe war trotz und gerade wegen dieser Niederlagen der Trend und die spielerische Entwicklung enorm. Spielaufbau, taktische Umsetzungen und nicht zuletzt die Kommunikation untereinander entwickelten sich stetig weiter und auch auf unterschiedliche Spielanforderungen wurde teilweise schon sehr gekonnt reagiert. Am Tag der Jugend in der Kreuttal-Arena dann der krönende Abschluss dieser Herbstsaison – mit dem 15:1 Derby-Heimerfolg gegen Groß-Engersdorf – zugleich der höchste Sieg in der Herbstsaison – konnte der Meistertitel gebührend gefeiert werden.

Am Ende bleibt eine für alle Beteiligten „überraschender“ Saisonverlauf mit tollen „Happy End“ in einer echten „Lebensschule“ für unsere Kicker –  und das ganz ohne „Herrn Müller“ ;-)

Bericht: Alexander Butsch

 

 

 

      

       

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