„Eine große Sache“ – die Kreuttal-Reserve feiert den zweiten Titel in Folge

Drei Meistertitel in den letzten fünf Jahren, davon zwei in Folge – die Reservemannschaft des SC Elektro Ecker Kreuttal entwickelte sich zu einer der stärksten im ganzen Weinviertel. In 26 Spielen konnte man heuer 24 Siege einfahren. Bis zur 21. Runde gewann der SCK jede Partie, feierte 20 Siege in Folge. „Das ist schon eine große Sache. Auch wenn es nur Reserve ist, muss das mal einer schaffen, Meister zu werden und den Titel so souverän zu verteidigen“, schwärmt Reserve-Coach Christopher Petermann. Keiner Mannschaft steht der Meisterteller heuer so gut, wie Kreuttal.

Starke 72 Punkte holte man in der Saison 2018/19. Das sind 15 mehr als der erste Verfolger Ladendorf. Damit kann man sich von acht Reservemannshaften in der 1. Klasse, die beste nennen. Zwar hat Perchtoldsdorf aus der 1. Klasse Ost drei Zähler mehr auf dem Konto, allerdings bei zwei Spielen mehr. Felixdorf aus der 1. Klasse Süd reichten schon 55 Punkte für den Titel.

Woher dieser Erfolg kommt?
„Es ist bei uns schon vor Jahren zu einem Generationenwechsel angesetzt worden. Das hat schon unter Herbert Slunsky begonnen und wird jetzt durch Richard Wagner fortgesetzt. Es wurden immer junge Spieler forciert und ausgebildet. Dazu war es immer wichtig bestimmte Typen zum Verein zu holen – sowohl Spieler, als auch Trainer. Wolfgang Rygl hat mit der Viererkette eine kleine Revolution gestartet. Adolf „Tschuffy“ Meyer hat so eine Art Tiki Taka eingeführt. Und Jozef Brezovsky hat jetzt noch einmal einen draufgesetzt. Davon profitiert natürlich auch die 2. Mannschaft. Ich kenne keinen Verein der so eine gute Balance zwischen Erster und Reserve hat, wie Kreuttal“, erklärt Petermann.

Ein Erfolgsfaktor ist sicher auch die Expertise vom Meister-Coach. Kaum ein Trainer investiert so viel Zeit und Aufwand in eine Reserve wie Petermann. Er verfolgt eine klare Linie und brachte eine sehr professionelle Struktur ins Team. Seine Mannschaft profitiert nicht nur auf spielerischer, sondern auch auf taktischer Ebne. Das trägt jetzt seine Früchte.

Dazu kommt die bunte Mischung innerhalb des Teams. Aufstrebende Jungstars wie Florian Haydn, Stefan Schwammenschneider, Moritz Sattlegger oder Matthias Mondl, geführt von Routiniers wie Markus Hopf, Andreas Schwarzmann oder Christopher Petermann selbst.

Gerade die jungen Spieler profitierten in den letzten Jahren enorm von der Linie des Vereins und schafften den Sprung in die Kampfmannschaft. „Wenn man sich einen Georg Diewald, einen Manuel Mondl oder einen Fabio Reisinger ansieht – das ist schon ein schöner Bonus“, so Petermann.

Andreas Schwarzmann hingegen wird seine Karriere nach 26 Jahren (!!) beim SC Elektro Ecker Kreuttal beenden. Er war eine enorme Stütze sowohl in der Kampfmannschaft als auch in der Reserve. Petermann: „Andi war ein ganz wichtiger Spieler, konkret für die Reserve. Ohne Routinierte geht es nicht. Er wird eine große Lücke hinterlassen.“

Apropos Lücke. Die fand auch Stürmer Bernd Paulhart immer zwischen gegnerischem Tormann und Stange. Mit 29 Treffern krönte er sich schon zum zweiten Mal in Folge zum Torschützenkönig. In der ewigen Reserve-Torjägerliste des SCK (seit 2007) ist er mit 127 Volltreffern Zweiter, 25 Tore hinter Stefan Spindler. An der dritten Stelle rangiert Andreas Schwarzmann (87 Tore).

Die erfolgreiche Arbeit geht auch in den Jugendbereich über. Dort zeigen schon jetzt wieder viele Spieler auf und bewerben sich für Einsätze in der Reserve. Für die Konkurrenz wird damit auch in Zukunft gelten: „Ins Kreuttal fahrt keiner gerne.“ Das Ziel für die nächste Saison ist der Titel-Hattrick.

Endtabelle 2018/19: https://www.fussballoesterreich.at/foes/Datenservice/NOEFV-1Klasse-NordReserve/Tabelle

Bericht: Philip Sauer

 

 

      

       

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