Sommer Neuzugang PAUL FREUDHOFMAIER im Interview:
Das erste Heimspiel der Saison 2018/19 war gerade einmal 63 Minuten alt, als die ersten „Pauli! Pauli!“-Rufe von den Rängen der Kreuttal Arena hallten. Grund war die beeindruckende Leistung unseres Neuzugangs Paul Freudhofmaier. Mit einem herausgeholten Elfmeter und dem wichtigen Ausgleichstreffer zum 2:2 war er der Spieler des Tages. Durch seine körperliche Präsenz, Schnelligkeit und Kampfkraft sorgte Paul regelmäßig für Unruhe in der gegnerischen Defensivabteilung.

Um den bekennenden Tottenham Hotspur-Fan aus Kreuzstetten etwas besser kennen zu lernen, bat sckreuttal.at zum Interview:

Das Kreuttaler Publikum hat dich bereits ins Herz geschlossen. Wie kommst du in der neuen Umgebung und in der Mannschaft zurecht?

Sehr gut. Ich fühle mich echt wohl hier. Mit Niklas Sattelegger, Manuel Mondl und den Reisinger Brüdern habe ich selber noch in der Jugend zusammengespielt. Auch Andi Haas und Florian Fribert kenne ich vom Fortgehen. 
Ich wurde aber von der ganzen Mannschaft sofort gut aufgenommen. Mir ist bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist. Unser Kapitän Daniel Tuchny hat sehr darauf geachtet, dass ich schnell in das Team finde. Da fühlst du dich als Neuer schnell wohl. Auch Florian Jagitsch hat mir sehr geholfen und mir vor den Matches geschrieben und mich motiviert. Es spricht halt schon sehr für den Verein, dass Leute wie ein Phillip Whiro und andere gute Spieler, die eigentlich ein oder zwei Klassen höher spielen könnten, hierbleiben.

Wie sehen deine sportlichen Ziele aus?
Das primäre Ziel ist es mir einen festen Platz in der Startaufstellung zu sichern und gesund zu bleiben. Unsere Mannschaft ist schon eine super Truppe und wir sollten am Ende jedenfalls unter den ersten 5 stehen.

Merkst du einen großen Unterschied zwischen der 2. und 1. Klasse?
Das Tempo ist auf jeden Fall höher. In der 2. und 3. Klasse wurde ich öfter mal abgeholzt. Trotzdem wird in der 1. Klasse körperbetonter gespielt.

Der erste Vereinswechsel deiner Karriere führt dich zum SC Elektro Ecker Kreuttal. Davor hast du 14 Jahre in Kreuzstetten gespielt. In so einem Zeitraum haben manche Spieler an die 20 Vereine im Spielerpass stehen. Würdest du dich als treue Seele bezeichnen?
Auf jeden Fall. Freundschaft geht vor. Kreuzstetten ist mein Heimatverein. Ich muss nicht um jeden Preis weiter oben spielen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ich irgendwann wieder in Kreuzstetten spiele. Die Liga ist mir da nicht so wichtig. Natürlich will ich mit dem SC Kreuttal erfolgreich sein. Wenn es dann eine Liga weiter rauf geht, wäre das natürlich ein Traum.

Die Kreuttaler Bemühungen dich nach Unterolberndorf zu lotsen laufen seit 3 Jahren. Warum hat das so lange gedauert?
Ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich mich mit 17 Jahren hier durchsetzen kann. Dann war da noch die Matura und das Bundesheer. Ich hatte damals auch noch kein Auto und in Kreuzstetten hab ich mir einfach die Fußballsachen geschnappt und bin zu Fuß zum Sportplatz gegangen. 

Dein Vater ist Vizebürgermeister in Kreuzstetten. War das bei dir daheim ein Thema, weil du deiner Heimatgemeinde sportlich den Rücken kehrst?
Mein Vater hat spaßhalber gesagt, dass er jetzt zum Zuschauen weiter fahren muss. Sportlich hat er mir aber auch zu dem Wechsel geraten.
Im Verein waren sie nicht so begeistert, dass ich weg gehe. Meine Mitspieler waren aber auch der Meinung, dass ein Vereinswechsel sportlich das Beste für mich ist.

Vielen Dank für das Interview!

für sckreuttal.at: Christoph Ecker 1AIR

Derzeit ist Pauli wegen einer Muskelverletzung zu einer Pause gezwungen, ist aber bereits wieder imTraining. Hoffentlich können wir von seiner Schnelligkeit und Durchschlagskraft bald wieder in der Meisterschaft profitieren.


 

      

       

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